Verleihung der Goldenen BierIdee 2009
Am 17. November 2009 haben der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. im Münchner Künstlerhaus die
>>"Goldene BierIdee 2009"<< verliehen.
Die Auszeichnung würdigt Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten im In- und Ausland verdient gemacht haben. Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Michael Weiß, nahm zusammen mit Wirtepräsident Sigfried Gallus die Auszeichnung der Preisträger vor.
Ausgezeichnet wurden unter anderen:
Kurt Adler, Axel Fella und Ludwig Müller für die Initiative zur Wiederherstellung und Inbetriebnahme des ehemaligen Junkersdorfer Kommunbrauhauses.
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Hier die Laudatio:
Meine sehr
verehrten Damen und Herren, Liebe Preisträger!
Mit
der Verleihung der „Goldenen BierIdee 2009“ würdigt der Bayerische Brauerbund
und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Ihre Initiative zur „Wiederherstellung
und Inbetriebnahme des ehemaligen Junkersdorfer Kommunbrauhauses“ als
Beitrag zum Erhalt der bayerischen Bierkultur.
Wenn
Bayern für die Vielfalt seiner Braustätten und Bierspezialitäten besondere
Berühmtheit besitzt, dann verdankt der Freistaat dieses Image zu entscheidenden
Teilen auch der besonders hohen Brauereidichte in Franken.
Diese
Sonderrolle wiederum, die dem fränkischen Brauwesen als gewichtigem Teil
bayerischer Bierkultur zukommt, wird durch zwei für die Region typische Sonderformen
der Brauerei stark beeinflusst, die sich auch nur hier, in Ober- und im
östlichen Mittelfranken sowie in der nördlichen Oberpfalz erhalten haben: Durch
die Hausbrauereien auf der einen Seite, die oftmals als Bestandteil eines
landwirtschaftlichen Betriebes aus selbst erzeugten Rohstoffen Bier
produzieren, und durch die Kommunbrauereien, in denen die Brauberechtigten
eines Ortes nach dem Vorbild des früheren „Reihebrauens“ ihr Bier erzeugen.
Den
Preisträgern ist es gelungen, mit dem Wiederaufbau des 1983 stillgelegten
Junkersdorfer Kommunbrauhauses eine historische Braustätte am Originalstandort
wieder zum Leben zu erwecken - mit grenzenlosen Idealismus, enormem zeitlichen
und auch beträchtlichem finanziellen Aufwand und nicht zuletzt bewundernswerter
Begeisterung für das Kulturgut Bier.
Das
Junkersdorfer Kommunbrauhaus ist keineswegs ein Museumsstück. Es war von Anfang
an Absicht der Preisträger, im Kommunbrauhaus wieder regelmäßig handwerklich
Bier zu brauen. Mit Maischscheit und Schöpfer wird historische Brautradition
hier erlebbar gemacht.
Dem
Strukturwandel im Braugewerbe sind in den zurückliegenden Jahrzehnten
zahlreiche Brauereien auch in Franken zum Opfer gefallen. Kommunbrauhäuser wie
auch traditionelle Hausbrauereien werden nur noch vereinzelt betrieben.
Ihrer
Privatinitiative kommt das nicht hoch genug einzuschätzender Verdienst zu,
dieses besondere Stück fränkischer Brauereigeschichte und Bierkultur baulich
erhalten und nicht nur konserviert, sondern nach 15 Jahren des
Dornröschenschlafes quasi wach geküsst und dauerhaft wieder mit Leben erfüllt
zu haben.
In
den Dank einschließen möchte ich aber auch die Mitglieder des von Ihnen
gegründeten Vereins zur Förderung der fränkischen Braukultur, die Ihre
Initiative tatkräftig unterstützen.
Die
Auszeichnung wird von Herrn Kurt Adler,
Herrn Alex Fella und Herrn Ludwig Müller entgegengenommen.
München, den 17. Oktober 2009






