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Kirchweihbaum-Aufstellen


Das Aufstellen des Kerwabaums ist der zentrale Brauch einer fränkischen Kirchweih - ob sie nun "Kirm" oder Kerwa heißt. Es findet am Kirchweihsamstag statt.

Der Baum wird von den Kerwaburschen am Morgen des Kerwa-Samstags ausgewählt, selbst gefällt, bis auf die Krone entastet und verziert. Er ist zwischen 25 und 30 Meter hoch und bei seiner Auswahl spielt eine Rolle, das er möglichst höher als der Baum im Nachbardorf sein soll, aber auch der Anzahl und Stärke der Kerwaburschen angemessen sein muss. Die Schnitzereien sind nicht traditionell festgelegt. Meist werden die Höhe und das Aufstelldatum eingeritzt. Bunte Bänder werden an die Krone und den Kranz gebunden, der an den Stamm gehängt wird. Auch der Kranz wird selbst gebunden. Das ist allerdings Aufgabe der "Kerwamadli".

Der Kirchweihbaum wird in einem feierlichen Zug durchs Dorf an den Platz gefahren, an dem er aufgestellt wird.

Die Kirchweih wurde ursprünglich damit eröffnet, dass ein Vertreter der Obrig-keit mit einem Mädchen aus dem Dorf eine Runde um die Dorflinde tanzte.

An der Wende zum 20. Jahrhundert war dies weitgehend aus der Übung gekommen. Aber der Brauch mit dem Aufstellen des Kirchweihbaumes wurde ausgeübt. Im Gegensatz zu Maibäumen, wie sie im Süden Bayerns üblich sind, hat der fränkische Kirchweihbaum einen ungeschälten und wenig verzierten Stamm. Für die Kerwaburschen symbolisiert er wie der Birkenschmuck an Wirtshäusern Frieden und sollte einen friedvollen Ablauf des Festes garantieren.